2013


DCKD – traditionelle und zeitgenössische Kunst

Oktober 2013 - Juni 2014 / MoMA XLY, Chengdu; Yanhuang Art Museum Beijing; Third Fine Arts Festival of Province Hubei, Wuhan; International Culture Festival, Shenzhen, China


Plakat DCKD


---


Silke Leverkühne. grüne Erde an Berg blau

09.06. - 18.08.2013 / Leopold-Hoesch-Museum, Düren


Einladung

Einladung



Ausstellung

Ausstellung

Ausstellung
Fotos: Peter Hinschläger


---


Pia Fries, Gisela Kleinlein, Silke Leverkühne,
Katrin Pieczonka, Rebecca Scott

The Devil in the Detail

20.04. - 01.06.2013 / Lehr Zeitgenössische Kunst, Köln


Einladung    Einladung
Fünf Positionen der zeitgenössischen europäischen Malerei und Bildhauerei hat die Künstlerin Birgit Jensen für die Ausstellung „The Devil in the Detail“ bei Lehr Zeitgenössische Kunst zusammengebracht. Arbeiten der Biennale-Teilnehmerin Pia Fries (Berlin, Düsseldorf, CH), der Bildhauerin Gisela Kleinlein (Berlin, Wuppertal) und der Malerinnen Silke Leverkühne (Düsseldorf, Köln), Katrin Pieczonka (Hamburg) und Rebecca Scott (London, UK) werden erstmalig im unmittelbaren Dialog miteinander ausgestellt. Gemeinsam ist den ausgewählten Arbeiten das relativ kleine Format. In der Ausstellung liegt der Fokus auf den Einzelheiten und Eigenheiten des jeweiligen Werks.

Pia Fries (*1955), ist bekannt für ihre großformatigen, reliefhaften Bilder, in denen das Medium Farbe eine haptische, taktile Präsenz erhält. Neben der Farbigkeit treten die vielfältige Strukturen der Farbmassen in den Vordergrund und offenbaren in ihrer Ungegenständlichkeit eine Präzision von zeichnerischer Qualität. Pia Fries war Richter-Schülerin und ist heute Professorin an der UdK in Berlin.

Gisela Kleinlein (*1955) schafft mit ihren Arbeiten durch Auflösung und Dekontextualisierung der Ausgangsform von alltäglichen Objekten und Materialien wie Holz, Papier oder verschiedenen Metallen, organisch anmutende, plastische Werke, die sich einer herkömmlichen Begrifflichkeit entziehen. Über einen ersichtlichen Verwendungszweck erhaben, sind die Arbeiten Zeichen im Raum,die in völliger Autonomie ihre eigene Welt erschaffen.

Gegenständlichkeit und Abstraktion, Farbe und Form, Fläche und Raum halten das Licht in den Arbeiten von Silke Leverkühne (*1953) in einer spannungsvollen Balance. Ein Studienaufenthalt in Italien begründete ihr ausgeprägtes Interesse für die Technik der Temperamalerei, durch die die Bilder ein außergewöhnliches Farbspektrum und eine oszillierende Leuchtkraft erhalten. Den Ausgangspunkt ihrer aufregenden, von der Farbe getragenen Malerei bildet das eigene subjektive Erleben, die Naturbeobachtung, die Darstellung eines Augenblicks oder auch das unerwartete Inszenieren von Nebensächlichkeiten.

Die Landschaften und architektonischen Gegebenheiten, die Katrin Pieczonka (*1972) in ihren Werken abbildet, erschaffen einen fiktiven Raum, der von statischen und perspektivischen Bezügen unberührt zu sein scheint und sich bisweilen ganz in abstrakten Flächen verliert. In ihren Bildern verändern Gebäude ihre Kontur und Bauart und werden auf wenige Elemente oder auf einzelne geometrische Grundformen reduziert. Die Bildtitel, welche reale Orte heraufbeschwören, bilden gleichzeitig den Anker- und Irritationspunkt für einen breiten Interpretationsspielraum.

Dem männlichen Blick auf den weiblichen Körper stellt die in London lebende Künstlerin Rebecca Scott (*1960) einen voyeuristischen Blick auf maskulines Gebaren gegenüber. Ihre Bildästhetik greift Elemente der Pop-Art und verschiedene Collage- und Überlagerungstechniken auf. Sie bedient sich sowohl offensiver Erotik als auch dezenter Symbolik. Ihre künstlerische Position hat sich aus der Diskussion um die Gender-Problematik, die in ihrer Malerei eine zeitgenössische Fortsetzung erfährt, entwickelt. Die Ideale von Männlichkeit und Weiblichkeit werden subversiv ineinander verwoben.

Die Ausstellung ist gleichzeitig ein Bekenntnis und eine Hommage an das teuflische Detail, welches über den Eindruck der Gesamtheit zu entscheiden vermag.

Eva Struckmeier, Kunsthistorikerin